Massage bei Krampfadern – Was ist erlaubt?
Zurück zum Journal
MASSAGE
18. April 2025 7 Min Lesezeit

Massage bei Krampfadern – Was ist erlaubt?

Ist Massage bei Krampfadern gefährlich oder sinnvoll? MONLIS Studio München erklärt, welche Techniken unbedenklich sind und worauf du unbedingt achten solltest

Krampfadern sind eine weitverbreitete Venenerkrankung, von der viele Menschen betroffen sind – vor allem Frauen. Oft stellt sich die Frage, ob eine Massage bei dieser Problematik sinnvoll oder gar riskant ist. Die Spezialist:innen des MONLIS Studio München teilen ihr Fachwissen und geben wertvolle Tipps, welche Massagen bei Krampfadern erlaubt sind und wie man den venösen Rückfluss gezielt unterstützen kann, ohne die Gesundheit zu gefährden.

Was sind Krampfadern?

Krampfadern (Varizen) entstehen, wenn die Venenwände und Venenklappen geschwächt sind und das Blut nicht mehr effektiv zum Herzen zurückfließen kann. Die Folge: Blut staut sich in den Beinen, die Venen erweitern sich sichtbar, und es kommt zu Spannungsgefühlen, Schwellungen und Schmerzen.

Stadien von Krampfadern – wann ist Massage möglich?

Nicht alle Krampfadern sind gleich. Die Behandlungsmöglichkeiten hängen stark vom Stadium ab:

  • Stadium 1 – Besenreiser und kleine Krampfadern: In diesem Frühstadium sind sanfte Massagetechniken in der Regel unbedenklich. Besenreiser sind vorwiegend ein kosmetisches Thema und beeinträchtigen die Durchblutung nur minimal.
  • Stadium 2 – Sichtbare, erweiterte Venen mit Beschwerden: Hier ist Vorsicht geboten. Sanfte Techniken wie Lymphdrainage können hilfreich sein, direkte Massage über den betroffenen Venen sollte jedoch vermieden werden.
  • Stadium 3 – Fortgeschrittene Krampfadern mit Hautveränderungen: Bei Verfärbungen, Verhärtungen oder offenen Stellen ist von Massage im betroffenen Bereich abzuraten. Eine ärztliche Abklärung ist erforderlich, bevor eine Behandlung stattfindet.

Grundsätzlich empfehlen wir, bei bestehenden Venenproblemen vor jeder Massage-Behandlung Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Darf man bei Krampfadern massieren?

Grundsätzlich ist bei Krampfadern Vorsicht geboten. Eine unsachgemäße Massage kann den venösen Rückfluss beeinträchtigen, Schmerzen verstärken oder sogar zu Thrombosen führen. Doch das heißt nicht, dass jede Form der Massage verboten ist. Im MONLIS Studio setzen wir auf gezielte, schonende Techniken, die den Blutfluss verbessern und das Gewebe entlasten – ganz ohne Risiko.

Massagen, die bei Krampfadern möglich sind

1. Lymphdrainage (manuell oder apparativ):
Diese sanfte Technik fördert den Abtransport von Gewebsflüssigkeit und wirkt entstauend. Sie ist besonders bei Schwellungen und beginnenden Krampfadern zu empfehlen.

2. Reflexzonenmassage:
Da diese Technik nicht direkt an den betroffenen Arealen ansetzt, kann sie als unterstützende Maßnahme zur allgemeinen Entspannung eingesetzt werden.

3. Teilweise Bindegewebsmassagen:
Nur nach ärztlicher Rücksprache – diese Technik kann in manchen Fällen helfen, die Durchblutung zu fördern, ist aber nicht für jede/n geeignet.

Lymphdrainage bei Krampfadern – was Sie wissen sollten

Die manuelle Lymphdrainage ist eine der am häufigsten empfohlenen Techniken bei Venenbeschwerden. Im Gegensatz zur klassischen Massage arbeitet sie mit sehr sanftem, rhythmischem Druck, der die Lymphgefäße anregt und den Abtransport von Flüssigkeit aus dem Gewebe unterstützt.

So läuft eine Lymphdrainage ab:

  • Die Behandlung beginnt mit sanften, kreisförmigen Griffen im Bereich der Lymphknoten (Leiste, Kniekehle).
  • Anschließend werden die Beine von den Füßen aufwärts in Richtung Herz mit gleichmäßigem, leichtem Druck ausgestrichen.
  • Eine Sitzung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten.
  • Die Technik ist schmerzfrei und fühlt sich angenehm entspannend an.

Mögliche Vorteile der Lymphdrainage bei Krampfadern:

  • Reduktion von Schwellungen und Schweregefühl in den Beinen
  • Unterstützung des venösen Rückflusses
  • Linderung von Spannungsgefühlen
  • Allgemeine Entspannung und Wohlbefinden

Im MONLIS Studio in München bieten wir professionelle Massageanwendungen, die individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden.

Massagen, die bei Krampfadern vermieden werden sollten

1. Klassische Tiefengewebsmassage:
Druckintensive Massagen können die betroffenen Venen reizen und sogar zu Entzündungen oder Thrombosen führen.

2. Schröpfmassage oder Hot-Stone-Massage:
Diese Techniken wirken stark durchblutungsfördernd und sind bei ausgeprägten Krampfadern kontraindiziert.

3. Anticellulite-Massage:
Diese Methode arbeitet oft mit kräftigen Knetbewegungen – ein No-Go bei empfindlichen, erweiterten Venen.

Was Sie vor und nach einer Massage beachten sollten

Damit eine Massage bei Venenbeschwerden den größtmöglichen Nutzen bringt, sind einige Punkte wichtig:

Vor der Behandlung:

  • Informieren Sie Ihre/n Therapeut:in über bestehende Venenprobleme, Medikamenteneinnahme (z. B. Blutverdünner) und ärztliche Empfehlungen.
  • Vermeiden Sie direkte Sonnenbäder oder heiße Bäder unmittelbar vor der Massage.
  • Tragen Sie bequeme Kleidung und legen Sie Kompressionsstrümpfe erst nach der Behandlung wieder an.

Nach der Behandlung:

  • Trinken Sie ausreichend Wasser, um den Abtransport von Stoffwechselprodukten zu unterstützen.
  • Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen direkt nach der Massage.
  • Leichte Bewegung (z. B. ein kurzer Spaziergang) fördert die Wirkung.
  • Bei anhaltenden Beschwerden oder Rötungen zeitnah ärztlichen Rat einholen.

Worauf achtet MONLIS Studio bei Kund:innen mit Krampfadern?

Im MONLIS Studio beginnt jede Behandlung mit einer gründlichen Anamnese. Unsere geschulten Fachkräfte fragen gezielt nach Venenproblemen und passen die Massage individuell an:

  • Wir verwenden sanfte Techniken mit wenig Druck.

  • Die Massage erfolgt stets in Richtung des venösen Rückflusses.

  • Es werden keine direkten Massagen über den betroffenen Venen durchgeführt.

  • Wir beraten unsere Kund:innen offen, ehrlich und individuell.

Vorbeugende Maßnahmen für die Venengesundheit

Neben professionellen Behandlungen können Sie im Alltag viel für Ihre Venengesundheit tun:

  • Bewegung: Regelmäßiges Gehen, Schwimmen oder Radfahren stärkt die Wadenmuskelpumpe und unterstützt den venösen Rückfluss.
  • Venengymnastik: Einfache Übungen wie Fußkreisen, Zehenstand und Fersenheben können bereits im Sitzen oder Stehen am Arbeitsplatz durchgeführt werden.
  • Wechselduschen: Kalte und warme Güsse im Wechsel trainieren die Gefäßwände und können die Venenfunktion verbessern.
  • Hochlagern der Beine: Abends die Beine für 15–20 Minuten über Herzhöhe lagern, um den Rückfluss zu erleichtern.
  • Kompressionsstrümpfe: Insbesondere bei langem Stehen, Flugreisen oder in der Schwangerschaft empfehlenswert.
  • Gesunde Ernährung: Eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützen die Gefäßgesundheit.

Zusätzliche Tipps für den Alltag

Neben einer passenden Massage empfehlen wir bei Krampfadern:

  • Regelmäßige Bewegung (z. B. Spazierengehen, Schwimmen)

  • Hochlagern der Beine

  • Vermeidung von langem Stehen oder Sitzen

  • Das Tragen von Kompressionsstrümpfen – insbesondere bei längerem Stehen

Massagen können bei Krampfadern durchaus hilfreich sein, solange sie mit Fachwissen und Sorgfalt durchgeführt werden. MONLIS Studio München bietet dafür nicht nur die richtigen Techniken, sondern auch langjährige Erfahrung in der Behandlung empfindlicher Haut- und Gefäßprobleme. Vereinbare gerne eine persönliche Beratung und finde heraus, welche Anwendung für dich am besten geeignet ist.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU MASSAGE BEI KRAMPFADERN

Ist Lymphdrainage bei Krampfadern sinnvoll?

Die manuelle Lymphdrainage gilt als eine der geeignetsten Massagetechniken bei Krampfadern. Sie arbeitet mit sanftem Druck, fördert den Abtransport von Gewebsflüssigkeit und kann Schwellungen sowie Schweregefühl in den Beinen lindern. Eine ärztliche Abklärung vorab ist dennoch ratsam.

Kann eine Massage Krampfadern verschlimmern?

Druckintensive Massagetechniken wie Tiefengewebsmassage oder Schröpfen können bei Krampfadern kontraproduktiv sein und im schlimmsten Fall Entzündungen oder Thrombosen begünstigen. Sanfte Techniken, die nicht direkt über den betroffenen Venen angewendet werden, sind in der Regel unbedenklich.

Wie oft sollte man Lymphdrainage bei Venenproblemen machen?

Die Häufigkeit hängt vom individuellen Befund ab. Bei leichten Beschwerden kann eine Sitzung alle zwei bis vier Wochen ausreichen. Bei stärkeren Schwellungen empfehlen manche Fachleute zunächst wöchentliche Sitzungen. Die genaue Frequenz sollte in Absprache mit einem Arzt festgelegt werden.

Darf man bei Besenreisern massieren?

Besenreiser befinden sich in einem frühen Stadium der Venenveränderung und sind vorwiegend ein kosmetisches Thema. Sanfte Massagetechniken sind hier in den meisten Fällen unbedenklich. Bei Unsicherheit empfehlen wir dennoch eine ärztliche Rücksprache.

Wann sollte man auf Massage bei Krampfadern verzichten?

Bei akuter Thrombose, offenen Wunden an den Beinen, Entzündungen der Venen (Phlebitis) oder fortgeschrittenen Hautveränderungen sollte keine Massage im betroffenen Bereich durchgeführt werden. In diesen Fällen ist immer ärztliche Behandlung vorrangig.

Massage bei MONLIS Studio München buchen

Das könnte Sie auch interessieren

Kann man Hals und Dekolleté mit Massage verjüngen?
MASSAGE

Kann man Hals und Dekolleté mit Massage verjüngen?

Gesichtsstraffung durch Massage: Wie Sie die Konturen wiederbeleben
MASSAGE

Gesichtsstraffung durch Massage: Wie Sie die Konturen wiederbeleben

Gesichtsmassage-Arten: Klassisch, Lymphdrainage und Skulptural
MASSAGE

Gesichtsmassage-Arten: Klassisch, Lymphdrainage und Skulptural